Göcklingen kräht

Deutsche Gockelkrähmeisterschaft

Kreis Südliche Weinstraße         

        

Kikeriki

Göcklingen: Deutsche Krähmeisterschaft am Sonntag – Morgen beginnt Weinfest.

Wenn am kommenden Sonntag, 14 bis 17 Uhr,  im Göcklinger Laurentiusgarten beim Weinfest ein mehrstimmiges Kikeriki oder ein weithin hörbares Gegacker ertönt, wird der Meister der   Deutschen Krähmeisterschaft ermittelt. In drei Kategorien wird die von Biowinzer Gerhard Hoffmann ins Leben gerufene Meisterschaft ausgetragen, und zwar in den Disziplinen „Krähen und Stolzieren“ (hauptsächlich für Männer gedacht), „Gackern und Glucksen“ für Frauen und dann gibt es noch Einzel- oder Gruppenwettbewerbe für Kinder bis 14 Jahre. Das Medieninteresse daran ist nicht zu unterschätzen. Neben dem SWR haben bisher auch das ORF und Radio Regenbogen ihr  Kommen angekündigt.Als Teilnehmer erwartet werden ein Team aus St. Andrä, Österreich, der aktuelle Sachsenmeister, Teilnehmer aus Thüringen, aus dem süddeutschen Raum sowie weitere Bewerber aus  Hessen und Rheinland-Pfalz, darunter auch der Göcklinger Lokalmatador.

Damit alles mit rechten Dingen zugeht, beurteilt eine Jury, bestehend aus der ehemaligen Deutschen Weinkönigin Janina Huhn, den beiden Bundestagsabgeordneten  Thomas Gebhart (CDU) und Thomas Hitschler (SPD), der Journalistin Judith Ziegler-Schwab, der Landtagsabgeordneten Christine Schneider (CDU) sowie dem leitenden SWR-Fernsehkulturjournalist Andreas Berg.

Das Weinfest selbst beginnt bereits morgen, Freitag, 19 Uhr, und wird von der Pfälzischen Weinprinzessin Julia Stieß eröffnet. Die Band „KIM“  spielt am Samstag und zum Frühschoppen am Sonntag startet das „Barrel Creeper’s Orchestra“ mit Jazz und Dixieland. Nach dem Krähwettbewerb am Sonntag unterhalten die „Weistroßedudler“ die Gäste. Mit „Only Two“ klingt das Weinfest am Montag aus.

Am Montag bietet der Ehrenbürger Hermann Frech seinen „Kleinen Rundgang durch Göcklingen“ an. Start ist um 17 Uhr am Rathaus.

Info

Wer am Wettbewerb teilnehmen möchte, kann sich bis morgen, Freitag, bei Gerhard Hoffmann unter Telefon 06349 8536 oder per E-Mail anmelden: Privatweingut-Hoffmann@t-online.de. Weitere Infos unter www.göcklingen-kräht.de. pkl




        

Quelle

  Ausgabe Die Rheinpfalz -  Pfälzer Tageblatt - Nr. 144   Datum Donnerstag, den 23. Juni 2016  Seite 21



Rhein-Neckar 28.06.2016



Süddeutsche Zeitung

10. Juli 2015, 18:56 Uhr

Nonsense-Wettbewerbe in der Provinz

Unser Dorf soll krähen 

Göcklingen kräht Ein Dorf im Gockel-Fieber

Deutschland war lange im Rückstand, was kuriose Wettbewerbe angeht. Doch jetzt hat die Provinz hierzulande aufgeholt. Bestes Beispiel: Göcklingen - ein kleiner Weinort in Rheinland-Pfalz, wo die Deutsche Meisterschaft im Gockelkrähen ausgetragen wird.

Von Roman Deininger, Göcklingen

Klaus Hess hatte noch zu entkommen versucht, vergeblich, die Journalisten haben ihn umstellt. Hess ist einer dieser Athleten, die keine Philosophen sein wollen, die keine großen Worte machen, sondern einfach ihr Ding. Der Fernsehreporterin, die ihm gerade ein Mikrofon unter die Nase hält oder streng genommen unter den Schnabel, kann er deshalb nur sehr bedingt helfen. "Wie machen Sie das?", fragt die Dame vom Fernsehen, durchaus glaubhaft fasziniert, und Hess sagt: "Ich weiß auch nicht." Er trainiere doch sicher die ganze Zeit, insistiert die Reporterin, anders seien solche fabelhaften Leistungen ja gar nicht erklärbar. Hess sagt: "Ich brauch' nicht üben. Wahrscheinlich bin ich ein Naturtalent."

Hätte der Pensionär Hess die besten Jahre eines Leistungssportlers nicht schon eine Weile hinter sich, trüge er kein weißes Gefieder mit rotem Hahnenkamm auf dem Kopf - man könnte ihn für einen Olympioniken halten. In der Tat muss Hess gleich zur Siegerehrung, er hat seinen 2014 errungenen Titel erfolgreich verteidigt, er ist der Star der Spiele von Göcklingen. "Krähen Sie doch noch mal", sagt die Fernsehfrau, als sie investigativ gar nicht mehr weiterkommt. Erleichtert schiebt Hess seinen Schnabel zurecht und kräht los, sehr melodisch, dabei wohlig scheppernd, so echt, dass man sich unweigerlich fragt: Wie macht er das?

Ein fröhlicher Pfälzer in grüner Latzhose

Das Naturtalent des Klaus Hess ist indes nicht mal das Verblüffendste an diesem brütend heißen Sonntag in der Pfalz. Noch verblüffender ist, dass sich im 960 Einwohner zählenden Göcklingen mehr als 2000 Menschen versammelt haben - zur Deutschen Meisterschaft im Gockelkrähen.

Vier TV-Teams machen Jagd auf die mehr oder minder liebevoll kostümierten Bewerber, ein Team kommt aus Wien, was dem Anlass aus Göcklinger Sicht eine eminent internationale Dimension gibt. In der Jury bringen ein Minister und eine Landtagsabgeordnete ihre Expertise ein. Mittendrin in diesem Volksfest treibt ein fröhlicher Pfälzer in grüner Latzhose die Kandidaten zu Höchstleistung an: "Sonst kommsch aufn Grill!" Von ihm will man am allerdringlichsten wissen: Wie hat er das nur gemacht? 

Kleine Orte werden oft übersehen, sie müssen den Blick der Welt erst auf sich lenken. Göcklingen hat das offensichtlich geschafft, Gerhard Hoffmann hat das geschafft, der Mann in der grünen Latzhose, Bio-Winzer und Göcklinger mit Leib und Seele. Hoffmann ist optimistisch und mutig, dreist und schmerzfrei, er ruft dem Publikum zur Begrüßung zu: "Willkommen im Weltgockelkrähzentrum Göcklingen."

Es ist noch nicht lange her, da war Deutschland arg im Rückstand, was das Ortsmarketing mit kuriosen Wettbewerben angeht. Da blickte man neidisch auf das Moorschnorcheln in Wales, den Handy-Weitwurf in Finnland, das Käse-Rollen in England und besonders auf das "Ferret Legging" in den USA, bei dem die Teilnehmer ein Frettchen in ihre Hose stecken und stillhalten müssen.

Aber inzwischen hat die Bundesrepublik aufgeholt, es gibt das Gummistiefel-Schleudern in Würzburg, das Plastikbecher-Stapeln in Butzbach und das Dackel-Rennen um die "Goldene Wurst von Itzehoe". Sogar größere Städte machen sich den Nonsens dienstbar: Bottrop richtet neuerdings die WM im Handtaschen-Weitwurf aus, Roberto Blanco leitet - zweifellos kundig - die Jury.

Bei der Ausarbeitung der Idee könnte "eventuell schon eine Schorle zu viel" im Spiel gewesen sein

Nun haben wohl weder die Bottroper noch Roberto Blanco vor ein paar Jahren geahnt, welche Neigung zum Handtaschen-Weitwurf in ihnen schlummert. Viel mehr Charme hat so ein Spaß-Wettkampf natürlich, wenn das Skurrile vor Ort grasverwurzelt ist, wie zum Beispiel im hessischen Witzenhausen. Die Gemeinde hat 120 000 Kirschbäume, eine Kirschkirmes, eine Kirschkönigin und nun halt auch ein ausnehmend fernsehtaugliches Kirschkernweitspucken. In Göcklingen, sagt Gerhard Hoffmann, haben sie sich "aus naheliegenden Gründen" gedacht: "Machen wir doch irgendwas mit Gockeln."

Bei der Ausarbeitung der Idee, gesteht Hoffmann, könnte "eventuell schon eine Schorle zu viel" im Spiel gewesen sein, egal, jedenfalls darf er jetzt einen echten Umweltminister in Göcklingen begrüßen - nicht den eigenen aus Rheinland-Pfalz, sondern den aus Nordrhein-Westfalen. Hoffmann hat diesen Johannes Remmel mal auf einer Messe kennengelernt und so lange "vollgebabbelt", bis der kapitulierte und die Göcklingen-Visite zusagte. "Ist das die Weinkönigin?", fragt Remmel nun seinen Gastgeber und deutet auf eine Dame im grünen Kleid. Hoffmann sagt: "Das ist die Landtagsabgeordnete Schneider."

Bevor Remmel (Grüne) neben seiner neuen Bekannten Schneider (CDU) am Jurytisch Platz nimmt, erklärt er ganz ernsthaft sein Interesse an der Gockelei: "Ich finde es gut, wenn der ländliche Raum seine Schätze blank putzt und ausstellt." In NRW hätten sie übrigens eine Hirschruf-WM.

Der Name Göcklingen geht gar nicht auf den Gockel zurück

Göcklingen - 15 Winzer, 130 Besucherbetten - liegt an der Südlichen Weinstraße, da liegen zwischen Wald und Reben viele lauschige Gemeinden, die das mit dem Blankputzen versuchen. Ein Weinfest hat jede, "da muss man sich schon ein bisschen mehr einfallen lassen, um die Leute anzulocken", sagt Hoffmann.

In Göcklingen funktioniert das: Viele Leute aus der Umgebung machen sich einen heiteren Sonntag, eine Touristengruppe aus Hamburg kürt am Biertisch ihren internen Meisterkräher. Während Hoffmann auf der Bühne vor der Kirche den Gockeln die Bewertungskriterien erläutert ("Stolzieren ist auch wichtig"), erzählt Bürgermeister Fritz Garrecht im Pfarrheim von der "anfänglichen Skepsis" im Dorf, die - das hört man durch - wohl auch den Bürgermeister selbst erfasst hatte. Jetzt sagt er: "Natürlich hilft so ein Wettbewerb, Göcklingen ins Bewusstsein zu rücken."

Garrecht trägt einen bunten Gockel-Anstecker am weißen Hemd, er ist Lehrer, vielleicht hält er deshalb eine Klarstellung für angemessen. Die Sache mit dem Gockel sei "historisch eigentlich falsch". Der Name Göcklingen gehe nämlich gar nicht auf das Tier zurück, sondern auf den Franken Gakilo, der sich einst hier niederließ. Als die Göcklinger 2004 zum 750-jährigen Ortsjubiläum ein Plakatmotiv suchten, sagt Garrecht, seien sie eher pragmatisch auf den Gockel gekommen. Heute sieht man das Logo überall im Ort, auf Briefkästen, Laternen und Autos. Der Männerchor hat sein Repertoire um das "Gockellied" erweitert.

Der grüne Minister wirkt, als hätte er ganz akut Heimweh nach NRW

Auf der Bühne läuft jetzt das "Küken"-Turnier: Die Kinder, die Hühner imitieren ("Bog-bog-bog-bog"), lösen die Sonne als Hauptursache für das Dahinschmelzen der Zuschauer ab. Kandidat Tim berichtet von seiner Vorbereitung: "Heute Morgen hat mich der Papa schon dressiert." Bei den Gockeln hat Hoffmann die Belegschaft seines Landauer Stammgriechen zum Mitkrähen verdonnert. Anni Naab, 77, Seniorin aus dem Nachbarort Eschbach, tritt freiwillig an: "Ich will meinen Sohn blamieren." In Eschbach, berichtet Naab, habe man ja den Esel zum Symboltier erkoren. Hoffmann zeigt sich unbeeindruckt: "Eselfleisch hab i no net gesse."Nach der Krönung des Top-Gockels Klaus Hess befiehlt Hoffmann das Absingen der Nationalhymne.

Die Gockel machen den Rücken gerade und legen die Flügel aufs Herz;

der grüne Minister wirkt, als hätte er ganz akut Heimweh nach NRW.

Hernach wird ein Ausflug in die Autostadt Wolfsburg verlost. Es gewinnt Anni Naab aus der Eselsstadt Eschbach, sie kann ihre innere Distanz zum Urlaubsziel Wolfsburg nicht verhehlen: "Was soll ich da?"

Hoffmann übt noch kurz konstruktive Kritik am Kostüm eines früh gescheiterten Kandidaten ("Hosch notlande müsse?"), dann umreißt er seine Pläne, wie sich der Gockelwahnsinn noch steigern lässt. Ein Gipfeltreffen von Göcklinger Gockeln und Eschbacher Eseln schwebt ihm vor, und für nächstes Jahr hat er einen "Weltrekordversuch" angesetzt: Er will so viele Gockel-Nachahmer zum "Teamkrähen" versammeln wie nie zuvor auf dem Planeten Erde. Welche Marke es da zu knacken gibt? "Gar keine", sagt Hoffmann. "Wir sind die Einzigen, das ist ja das Praktische."


Die Rheinpfalz

Südwestdeutsche Zeitung        

„Als Minister ist mein Gehör besonders gut geschult“

Interview: NRW-Umweltminister Johannes Remmel zur Frage, was ihn als Juror bei der Gockelkrähmeisterschaft in Göcklingen qualifiziert.

Bei der Deutschen Gockelkrähmeisterschaft am Sonntag im südpfälzischen Göcklingen tritt ab 14 Uhr nicht etwa das Federvieh an. Vielmehr werden Kinder und Erwachsene auf höchstem Niveau gackern und stolzieren. Teilnehmer aus Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und der Pfalz scharren schon aufgeregt mit den Füßen. Über die Qualität ihrer Darbietungen wird eine Jury befinden, in der auch der nordrhein-westfälische Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) vertreten ist. Remmel gilt als Politiker, der sich bei aller Ernsthaftigkeit seiner Anliegen   auch den Humor bewahrt hat. Jürgen Müller hat ihn befragt.Warum sind Sie eigentlich „nur“ als   Jury-Mitglied und nicht als Wettkämpfer in Göcklingen dabei? Und was qualifiziert Sie als Juror?Als Teilnehmer am Wettbewerb sehe ich mich noch nicht ausreichend gerüstet, meine Stimmbänder würden keinen guten Gockel abgeben. Mein Gehör allerdings und meine Beobachtungsgabe sind als Minister besonders gut geschult, deshalb hat es mich sehr gefreut, als Juror dabei sein zu dürfen. Besonders gespannt bin ich auf die Kategorien „Krähen und Stolzieren“ bei den Männern und „Gackern und Glucksen“ bei den Frauen.

Wie wird man als nordrhein-westfälischer Umweltminister Jury-Mitglied in Göcklingen?   Ist der Besuch in der Pfalz für Sie eine Premiere?In besonders positiver Erinnerung sind mir die persönlichen Begegnungen mit den Winzern aus Göcklingen auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin geblieben. Dort wurde ich auch zur Gockelkrähmeisterschaft eingeladen. So einen Wunsch konnte ich natürlich nicht abschlagen. Der Besuch in Göcklingen und diesem Teil der  Südlichen Weinstraße ist für mich eine Premiere. Ein guter Bekannter allerdings kommt gebürtig aus der Pfalz, und auch mein Heimatort Siegen liegt ja direkt an der Landesgrenze zum Bundesland Rheinland-Pfalz.
Das Thema Hühner begleitet Sie seit längerem in Ihrer politischen Arbeit. Bundesweit haben Sie mit Ihrem Einsatz gegen das Töten männlicher Küken für Schlagzeilen gesorgt. Was haben Sie da bisher erreicht?Wir machen uns in NRW dafür stark, den Tierschutz in der Nutztierhaltung zu verbessern, und wollen deshalb ein gesetzliches Verbot des Tötens von Tieren ohne vernünftigen Grund erreichen. Es darf nicht sein, dass aus rein wirtschaftlichen Gründen jedes Jahr 50 Millionen Eintagsküken ohne triftigen Grund vergast und geschreddert werden, nur um die Gewinnspanne bei den Unternehmen zu erhöhen. Tiere sind keine Abfallprodukte. Erst am Dienstag hat das nordrhein-westfälische Landeskabinett eine Bundesratsinitiative beschlossen, mit der das Bundestierschutzgesetz geändert werden soll. Da sich die Bundesregierung ihrer Verantwortung entzieht, werden wir noch vor der Sommerpause den entsprechenden Gesetzentwurf in den Bundesrat einbringen, um das Tierschutz-gesetz zu ändern. Das ist notwendig, denn das Verwaltungsgericht Minden hat im Februar entschieden, dass das Bundestierschutzgesetz keine ausreichende Rechtsgrundlage für ein Tötungs-verbot von so genannten Eintagsküken biete und daher das von den Tierschutzbehörden angeordnete Tötungsverbot in NRW in seiner jetzigen Form unzulässig sei. Wir halten dieses Urteil für falsch und haben deshalb Berufung eingelegt, um ein Grundsatzurteil für mehr Tierschutz zu erhalten. Tierschutz hat Verfassungsrang, doch dieser Fall zeigt, dass es nicht umgesetzt werden kann.
Auch gegen das Kürzen von Schnäbeln  in der Geflügelhaltung setzen Sie sich ein.   Haben Sie einen besonderen Bezug zum Federvieh?Meine Mutter stammt von einem Bauernhof und auch ich habe als Kind sehr häufig meine Freizeit auf dem Hof meines Opas verbracht. Zu der Zeit wurden dort Hühner mit ungekürzten Schnäbeln gehalten, die zudem einen eigenen Auslauf vor dem Stall hatten. Am Ende ihrer Legezeit nahmen die Hühner dann die Rolle eines Suppenhuhns ein. Dieses Modell ist natürlich nicht übertragbar auf die professionelle Hühnerhaltung, wie wir sie heute haben. Einen ersten Schritt, das Kürzen von Schnäbeln zu verhindern, sind wir aber schon gegangen. Mit den Landwirtschafts-verbänden hier in NRW haben wir eine Vereinbarung unterzeichnet, um bis zum Jahr 2017 Wege zu finden, auf diese Praxis verzichten zu können.
Noch einmal zurück zum Göcklinger Wettbewerb: Über den Klang und die Schönheit des Krähens und Gackerns gehen die Meinungen ja durchaus auseinander. Manche nervt es,  frühmorgens aus dem Schlaf gerissen zu werden, andere freuen sich über den Sound glücklicher Hühner. Wie stehen Sie zu diesem akustischen Phänomen?Einer unserer Nachbarn in Siegen besitzt seit kurzem auch einen Hahn. Der macht sich vor allem morgens, aber gerne auch den restlichen Tag große Mühe, seine Kunst vorzuführen. Dafür gebührt ihm von meiner gesamten Familie große Bewunderung. Und das sieben Tage die Woche.         

Link zur Quelle Autor: Jürgen Müller

  Ausgabe Die Rheinpfalz -  Pfälzer Tageblatt- - Nr. 145  Datum Freitag, den 25. Juni 2015



Wie der beste Gockel gekürt wird

Es ist ein erbitterter Wettkampf, am Ende entscheiden Nuancen beim Kikiriki. In Göcklingen in der Pfalz ist der deutschen Meister im Gockelkrähen ermittelt worden. Ein paar Impressionen.

Der Mann, der am besten kräht: Klaus Hess hat in Göcklingen - einem kleinen Weinort in Rheinland-Pfalz - die zweiten offiziellen Deutschen Gockelkrähmeisterschaften mit einer furiosen Darbietung gewonnen.

Bild: FELIX SCHMITT, HANNOVER; Felix Schmitt 10. Juli 2015, 19:202015-07-10 Quelle: 19:20:29 © Süddeutsche.de/olkl



Die Rheinpfalz

Kreis Südliche Weinstraße  (2015)

Menschliches Krähen


Göcklingen: Großes Medieninteresse an der zweiten Meisterschaft Rund 1500 Besucher kamen am Sonntag zur  zweiten Deutschen Krähmeisterschaft. Sogar dem ARD-Morgenmagazin  und der Deutschen Welle war die Meisterschaft ein Besuch wert.Initiator Gerhard Hoffmann hatte  im Pfälzer Dialekt  die Moderation übernommen. Mit Herzblut traten die menschlichen Teilnehmer  an.  Vorjahressieger Klaus Hess aus Birkweiler wurde wieder Sieger im „Krähen und Stolzieren“ der Hähne. Platz zwei belegte Anni Naab aus Eschbach vor Gerhard Kober aus Waldbronn-Busenbach (Baden-Württemberg). Im „Gackern und Glucksen“ war  der einheimische Johannes Hoffmann nicht zu schlagen. Das Team „Poseidon“ aus Landau errang die Silbermedaille vor  Jenny Werner. Mit einer Showeinlage  glänzte als Elvis Presley Joachim Schreiber. Bei den „Küken“ machte  Yannik Weber das Rennen vor Hannah Hartstern. Die noch keine zwei Jahre alte Helena Salai heimste den Nachwuchspreis ein. Bei   der Siegerehrung durfte die Nationalhymne nicht fehlen. (pkl) 

Link zur Quelle bitte hier klicken

Ausgabe Die Rheinpfalz -  Pfälzer Tageblatt - Nr. 148  Datum Dienstag, den 30. Juni 2015




Tanzensemble La Volte e.V.
Erfolgreiche Werbung für den Landkreis

Am Sonntag ging es dann nach Göcklingen in die südliche Weinstraße.
Dort fand ein Weinfest mit einem Hahnenkrähwettbewerb statt. Auch La
Volte durfte mitkrähen. Natürlich wurde auch hier Werbung für den Kreis
St. Wendel und den Bostalsee gemacht.
Der Vorstand

Quelle: [PDF]Amtsblatt KW 28 2015 - Gemeinde Nohfelden   Seite 13


tz-Kolumne

Heinrich heute: Da lachen ja die Hühner

Aktualisiert: 27.06.15 - 09:23

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich betrachtet in der Rubrik "Heinrich heute" die Sportwelt. Diesmal schreibt er über ein sportliches Highlight des Wochenendes.                 

Sportlicher Höhepunkt des Wochenendes sind die 2. Deutschen Gockelkräh-Meisterschaften im pfälzischen Göcklingen. In den Kategorien Hahn, Henne und Küken werden Männer, Frauen und Kinder gesucht, die am überzeugendsten krähen und gackern. Doch es kommt nicht nur auf die Lautstärke an, die Jury bewertet auch Stolzieren, Gockeln und Schreiten. Die Sieger rücken in der Hackordnung ganz nach oben, die Verlierer ernten Huhn und Spott. Bis am Sonntag der erste Hahn kräht, sind die Teilnehmer streng geheim. Noch ist offen, ob diesmal auch Superstar Cristiano Ronaldo antritt, der sicherlich Topfavorit im Gockeln wäre. Aber auch Fußballer von Vereinen, die zuletzt viel verhühnert haben, und nach denen kein Hahn mehr kräht, könnten in Göcklingen endlich einen Meistertitel erringen. Denn dort findet auch ein blindes Huhn mal ein Korn.

Quelle: Zeitungsverlag tz München GmbH & Co. KG



Die Freiheit der Improvisation

Gerhard Hoffmann moderiert die "2.Offizielle Deutsche Gockelkrähmeisterschaft"

Göcklingen. Wenn knapp 1.500 Menschen auf dem kleinen Dorfplatz eines kleinen pfälzischen 900-Seelendorf am 28.Juni in brütender Hitze ausharren, zwei Fernsehteams des Morgenmagazins und vom ORF ihre Bilder suchen und die Radioreporter mit den Mikros schwenken, dann ist die Gockelkrähmeisterschaft angesagt. Mehr als 20 Teams und Einzelpersonen inklusive eines Teams aus dem Biokreis mit Gerald Kamphaus aus Bayern und Gottfried Erves aus NRW sind angetreten. Letztere improvisierten mit dem Reglement. Statt als Hühner, Hähne oder Küken das Gackern, Krähen oder Piepsen inklusive des typischen Auftretens zu imitieren, versuchten sich die Tapferen darin, einer Kuh das Gackern beizubringen. Zwar ohne Prämierung, aber zur Gaudi der Zuschauer. "Bei uns darf jeder improvisieren", meinte dazu das Moderationsnaturtalent Gerhard Hoffmann, dem pfälzischen Biowinzer und Vorstandsmitglied des Biokreis. Er betreibe damit gezielt Dorfentwicklung und fördere eine besondere regionale Kultur. Eben mit einem humoristischen Ansatz. Wenn wundert es, dass in 2016 die Gemeinschaftsentwicklung im Dorf weiter geht. Mit vielen Überraschungen, wie Gerhard Hoffmann jetzt schon weiß. Bestimmt auch bezüglich der Jury, in der dieses Mal mit Johannes Remmel der Landwirschaftsminister von NRW dabei war. Einer, der sich besonders für das Tierwohl in der Nutztierhaltung einsetze, gerade auch bei den Hähnen und Hühnern.

Volker Born

Aus  bioNachrichten, Zeitschrift für Ökologischien Landbau und Ernährung,

Herausgeber. Biokreis eV. Passau

 


Auch dem LEO-Magazin

war die Offizielle Deutsche Gockelkrähmeisterschaft zum Göcklinger Weinfest eine Vorankündigung als „Witziger Wettbewerb“ in seinem LEO-Meter wert.

Die Jury wird hochrangig besetzt sein. Unter anderem befinden sich in ihr der Landwirtscahfts-
und Umnweltminister von NRW, Johannes Remmel und die beiden in der Pfalz bekannten Journalisten Andreas Berg vom SWR FS Kultur sowie die Kulturjournalistin Judith Ziegler-Schwab.

Den eigentlichen Artikel dürfen wir hier wegen des Urheberrechts zu unserem Bedauern nicht veröffentlichen. Auch ein Link ist nicht möglich da der Artikel nur noch im LEO-Archiv zu finden ist.

mf

                                                   


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